Netzwerktreffen West

Drei bis viermal im Jahr veranstalten wir im Bremer Westen ein inklusives Netzwerktreffen. Ziel ist es, Menschen aus dem Stadtteil mit und ohne Beeinträchtigung und MitarbeiterInnen von Einrichtungen und Organisationen zusammen zu bringen, um auf Augenhöhe die vielen Facetten von Inklusion zu diskutieren.

Fragen wie z.B. “Was heißt Barrierefreiheit eigentlich für Menschen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind?” Dieser und anderen Fragen sind wir auf dem ersten Netzwerktreffen West am 21. Januar 2014 im Torhaus in Gröpelingen nachgegangen. Joachim Barloschky, ehemaliger Stadtteilmanager und Lehrbeauftragter der Hochschule Bremen sprach über seine Inklusionserfahrungen im Bremer Osten. An runden Tischen diskutierten wir zu den Themen Inklusion und Sport, Bildung und Nachbarschaft. Ganz unterschiedliche Menschen haben sich auf der Veranstaltung eingefunden: Institutionen der Stadtteile, Vereine, das Amt für soziale Dienste und interessierte Bürgerinnen und Bürger, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

Am 2. Juni 2014 veranstalteten wir das zweite Netzwerktreffen West und luden als Impulsreferentin Friederike Kaivers, Rehabilitationslehrerin bei Prisma in Bremen ein. Die Referentin, die selber erblindet ist, sprach über das selbstbestimmte und unabhängige Leben blinder und sehbehinderter Menschen. Anschließend erläuterten Ruth Merrit und Jörg Utschakowski die Weiterbildung “EX-IN – Experienced-Involvement“, eine Weiterbildung zur/m GenesungsbegleiterIn für Menschen mit eigener Psychiatrie- und Krisenerfahrung. Danach diskutierten wir an drei runden Tischen zu den Themen Bürgerengagement praktisch, Inklusion durch Bildung – Bildung durch Inklusion und Orte der Begegnung im Bremer Westen.

Zum Ende der Sommerferien fand das 3. Netzwerktreffen am 9. September 2014 wieder im Torhaus Nord statt. Hicran Gündogdu, Gesundheits- und Pflegeberaterin vom Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien (ZiS) referierte über die „Kultursensible Pflege von türkischen und muslimischen Menschen“. Die Themen in Kleingruppen war an diesem Treffen: Welche Vorurteile habe ich?”,  Welche Vorurteile erfahre ich? Wie wird aus Fremdem Bekanntes?”, “Wie wird aus Bekanntem Vertrautes? und “Vertrauensbildende Maßnahmen: Was kann ich tun, damit Fremdheit aufgelöst wird?” Anregende Diskussionen belebten das Thema auf unserem Treffen.